Was beim Klima eines Gewächshauses zu beachten ist?

Thermometer im Gebüsch

Das Klima eines Gewächshauses verwalten

Klima im Gewächshaus
 Das Klima eines Gewächshauses ist wichtig für die Pflanzen

Ein Gewächshaus zu betreiben, ist gerade als Anfänger nicht immer leicht. Man will natürlich alles richtig machen. Das gilt besonders beim Klima eines Gewächshauses. Nur wenn die klimatischen Bedingungen für die Pflanzen korrekt sind, können sich die Pflanzen in Wachstum, Blüte und Frucht entwickeln. Das bedeutet, dass ein entsprechendes Klima im Gewächshaus existieren muss. Aber nicht nur das, es muss auch zu Ihren Pflanzen passen, welche Sie in Ihrem Gewächshaus halten wollen. Zudem muss auch das Klima an den Wachstumszyklen der Pflanzen angepasst werden.

Somit kann die Regelung des Klimas schon durchaus als Herkulesaufgabe angesehen werden. Dieser Aufwand lässt vielleicht einige von den Anfängern abschrecken, muss es aber nicht. Ich will versuchen ein wenig Hilfestellung zu leisten, damit es zu keinem klimatischen Desaster wird.

Was sich jeder Gewächshausbesitzer bewusst machen sollte

Nicht alle Pflanzen benötigen die gleichen Klimakonditionen, so ist auch hier wieder das Vorausdenken oder vorausschauen ein Muss. Nur wenn man weiß, welche Pflanzen klimatisch zusammenpassen könnten, kann man sich einiges an Arbeit ersparen.

Was allerdings wichtig ist, das in Ihrem Gewächshaus auf jeden Fall mehr als 5 Grad Celsius vorhanden sein sollte. Wenn Ihr Gewächshaus unter diese 5 Grad Celsius Marke gelangt, werden Ihre Pflanzen die Zellproduktion einstellen. Was zur Folge hat, das Ihre Pflanzen aufhören zu wachsen.

Um dann nochmal bei den Temperaturen zu bleiben, beträgt die optimale Innentemperatur eines Gewächshauses ungefähr 28-30 Grad. Wobei diese allerdings nur an den meisten Sonnentagen erreicht werden. Da dieses allerdings durchaus aber in den Sommermonaten (Mai-September) erreicht wird und auch in einigen Frühjahrsmonaten sowie Herbstmonaten, kann man in der Zeit von einem guten Klima im Gewächshaus sprechen. Ein gesunder Temperaturdurchschnitt innerhalb des Gewächshauses liegen bei ungefähr 18-20 Grad Celsius.  Wobei das Klima als solches natürlich nicht nur von der Temperatur abhängt. So spielen auch die Feuchtigkeit und die Lichtintensität der Sonne eine wichtige Rolle.

Ferner hängt ein solches Klima auch immer an der Wahl der Pflanze ab, einige Pflanzen benötigen hohe Temperaturen, andere wiederum bevorzugen lieber niedrigere und niedrigere Temperaturen. Beides zusammen funktioniert nicht. Will man eine höhere Diversifikation der Pflanzen muss man umdenken?

Eine Alternative wäre es sicherlich, sich ein zweites Gewächshaus anzuschaffen, um dem Klima eines Gewächshauses bzw. der darin gehaltenen Pflanzen gerecht zu werden, zumindest wenn es um den Wärmehaushalt geht.

Das muss man aber nicht, denn es geht aber auch manchmal mit Kompromissen. Temperaturkompromisse welche von allen Pflanzen angenommen werden können. Wenn man sich dann ähnliche Pflanzenarten ins Gewächshaus holt, ist es sowieso kein Problem.

Hilfreiche Lektüre zu lesen, um den Pflanzen und dessen Klimabedingungen gerecht zu werden, kann nicht schaden. Ich kann Ihnen dieses nur wärmstens ans Herz legen.

Salat, Paprika, Kräuter und Blumen
 Gesunde und einfache Pflanzen aus dem Gewächshaus,

Mikroklima erschaffen

Aber auch dieses muss unter Umständen nicht sein, denn manchmal kann innerhalb des Gewächshauses sogar noch ein zweites „Mikroklima“ erschaffen werden. Ein Mikroklima, in dem es feuchter und heißer ist, als es im Rest des Gewächshauses. Dieses erreicht man nämlich dann dadurch, das man zusätzlich ein Minigewächshaus oder Foliengewächshaus in das Gewächshaus integriert. Vorausgesetzt man verfügt über genügend Platz.

Man kann ja mal darüber nachdenken, es hängt halt von den Wunschpflanzen ab, welche man in sein Gewächshaus haben will.

Ein anderer Faktor des Klimas ist natürlich auch, wie warm es tatsächlich in einem solchen Gewächshaus ist. Dieses Klima kann man mittlerweile mit zahlreichen Methoden und Geräten messen.

Die Wärme kann man zum Beispiel mit einem herkömmlichen 
Thermometer messen und wenn man feststellt, das die Temperatur welche im Gewächshaus existiert, für die Pflanzen nicht ausreicht, so sollte man über eine Heizung nachdenken. 

Falsches Klima im Gewächshaus

Wenn sich nun die Wärme im Gewächshaus speichert, kann es passieren das sich eine sehr hohe Feuchtigkeit bildet. Feuchtigkeit ist normalerweise nicht schlecht, wenn man es im Auge behält. Bei zu viel Feuchtigkeit oder falschem Umgang damit, kann es dazu führen das Ihre Pflanzen krank werden, was natürlich so in nicht gewollt ist.

Damit es aber zu keiner extremen Feuchtigkeitsbildung innerhalb des Gewächshauses kommt und daraus eben genannte Krankheiten für die Pflanzen entstehen, muß man ein Gewächshaus regelmäßig lüften. Je niedriger die Temperatur im Gewächshaus ist, umso weniger besteht die Gefahr, das sich Feuchtigkeit bilden kann. Durch Feuchtigkeit entsteht oftmals Schimmelbildung.

Schimmelbildung ist sowohl nicht gut für die Pflanzen, als auch schlecht für unsere Gesundheit. Daher ist dieses unbedingt zu vermeiden. Man muss unbedingt regelmäßig lüften. Dank passenden Gewächshauszubehör, wie elektrische Fensteröffner evtl. auch mit Automatik, kann man sich die Arbeit ein wenig erleichtern

Auch im Winter regulieren

Der Garten im Winter
 Im Winter kann man seinen Garten auch nutzen, im Gewächshaus

Klimaregulierung bedeutet aber nicht nur die Luftzufuhr zu regulieren, was ja im Sommer verstärkt gemacht werden muss, sondern auch im Winter. Ein wichtiger Aspekt im Bereich Klima gilt besonders den Pflanzen, welche man im Gewächshaus überwintern will.

Wenn man exotische Pflanzen wie Orchideen um bei unserem Beispiel zu bleiben, überwintern möchte, reicht es natürlich nicht aus, sich auf die Sonnenstrahlen zu verlassen. Im Winter beträgt der Wärmeanteil der Sonneneinstrahlung nur bei 30 %. Das reicht natürlich nicht aus, um exotische Pflanzen damit zu versorgen. Sicherlich auch mit wärmegedämmten Gewächshäusern nicht. Achtung erhöhte Feuchtigkeitsbildung – Schimmelgefahr!

Nein, im Winter bedarf es bei solchen Überwinterungspflanzen, die Zugabe von externer zusätzlicher Wärme. Es wird eine Heizung benötigt. Also, immer wenn Sie Ihre Pflanzen überwintern wollen und/oder die Aufzuchtzeit künstlich verlängern wollen, benötigt man im Winter eine Heizung und manchmal sogar schon im Herbst.

Wenn es im Winter frostig und sehr kalt ist, kann es aufgrund einer solchen Heizung eine klimatisch ideale Wärme für das Gewächshaus bzw. den Pflanzen geben. Eine solche Wärme bedeutet das eben auch Pflanzen gedeihen, welche sonst im Garten bei Frost eingegangen wären.

Zusätzliche Wärmequellen für die Pflanzen

Auch hier gibt es zahlreiche Modelle der Beheizung eines solchen Gewächshauses. Fossile Brennstoffe wie Gas- oder Ölheizung (inklusive Petroleum) oder Elektroheizung sind die Möglichkeiten, wenn man sich für eine Heizung im Gewächshaus entscheidet.

Eine sehr einfache Form von Heizung ist die Sache mit einer Kerze. Diese Form ist recht preisgünstig und oft gibt die Materialien bereits vor Ort.

Material:

  • kleinen Blumentopf aus Ton
  • mittleren Blumentopf aus Ton
  • größeren Blumentopf aus Ton
  • mehrere Teelichtkerzen
  • kleine Gewindestange
  • und ein paar Schraubmuttern und Unterlegscheiben

Mit diesen Materialien bauen Sie nun einen Teelichtofen oder eine Teelichtheizung wie diese auch manchmal genannt wird. Mehrere Videos auf Youtube erklären den Zusammenbau eines solchen Teelichtofens. Einfach mal nachschauen.

Diese Technik mag sehr alt sein, ist aber dennoch wirkungsvoll. Mit dieser Technik kann man die Temperatur um ein paar Grad erhöhen und diese Wärme hält allerdings auch nur für ein paar Stunden.

Professionelle Lösungen

Wenn Sie in kälteren Bereichen leben und Ihr Gewächshaus auch langfristig warm halten möchten, sollte man allerdings nach einer professionellen Lösung suchen.

Ich persönlich rate natürlich zu professionellen Heizungen, nicht weil ich die Topfvariante schlecht finde, sondern weil man sich viel Arbeit ersparen kann. Außerdem bin ich persönlich bei „offenen Feuer“ in geschlossenen Räumen etwas ängstlich.

Zum Thema Gewächshausheizungen werde ich gesondert einen Beitrag schreiben, welcher alle wichtigen Dinge abdeckt. Dieser ist aktuell aber momentan noch in Arbeit ich bitte Sie dieses zu entschuldigen.

 

Klima und Kosten minimieren

Ein Gewächshaus kostet Geld, nicht nur in der Anschaffung, sondern auch im Unterhalt. Durch den Betrieb von diversen elektrischen Geräten wie automatischen Fensteröffnern oder elektrischen Heizungen kostet ein solches Gewächshaus durchaus Geld.

Um diesen Kosten dann vielleicht ein wenig entgegenzukommen, könnte man versuchen ein wenig Geld zu sparen. Ich habe einmal zwei Geld-Spar-Möglichkeiten aufgeführt. Es gibt mit Sicherheit deutlich mehr Sparpotential in einem Gewächshaus.

1. Man könnte sein Gewächshaus dämmen

In der Tat kann man auch sein Gewächshaus dämmen. Man spart Geld, wenn man sein Gewächshaus dämmt, da die Wärme nicht so leicht entweichen kann. Wärme welche man sonst sich eventuell zusätzlich dazuholen müsste durch eine elektrische Heizung oder ähnliches.

Eine solche Dämmung muss nicht unbedingt sehr teuer werden, je nachdem Dämmmaterial kann dieses aber dennoch sehr ins Geld gehen. Allerdings sollte man dieses dann eher in eine Investition in die Zukunft sehen.

Gewächshaus dämmen mit Luftpolsterfolie

Eine recht kostengünstige Variante ist es sein Gewächshaus mit Luftpolsterfolie zu dämmen, dieses ist die Folie welches man zum Verpacken verwendet. Oftmals wird diese auch Knallfolie oder Noppenfolie genannt.

Durch einer solchen Dämmung kann auch mit dieser Folie schon sehr viel erreicht werden und man muss nicht ein Vermögen ausgeben. Ich würde natürlich versuchen möglichst durchsichtige Folien zu verwenden, so das zumindest Licht in das Gewächshaus kommt.

Ohne Licht wäre dieses natürlich auch eher kontraproduktiv, da Ihre Pflanzen ja auch Licht benötigen. Der Einsatz von zusätzlichen Leuchtmitteln wäre die Folge. Man gibt mehr Geld aus, als mit einer solchen Dämmung dann eingespart hätte.

Luftpolsterfolie ist lichtdurchlässig und somit eigentlich ideal.

Achtung nochmals zur Erwähnung, wann immer man dämmt und isoliert, kommt es zu einer vermehrten Feuchtigkeitsbildung und somit bei einer falschen Handhabung zur Schimmelbildung.

Daher unbedingt beachten, das man sein Gewächshaus regelmäßig zu lüften hat. Eine solche Belüftung sollte zumindest einmal am Tag geschehen, am besten am Mittag.

2. Oder über den Einsatz von Solar nachdenken

Wer Geld sparen will, der sollte eventuell auch einmal über den Einsatz von Solarpaneelen nachdenken. OK, auch hier ist die Anschaffung recht hoch, dennoch lohnt sich die Investition vor auf langfristiger Sicht. Wenn Sie also ein Foliengewächshaus betreiben wollen, welches eine Lebensdauer bei Dauereinsatz und guter Pflege von maximal 3 Jahren hat, ergibt dieses natürlich nur wenig Sinn.

Es lohnt sich erst, wenn man sich ein frei stehendes Gewächshaus zulegen will oder schon besitzt. Hier ist die langfristige Ausrichtung im Fokus des Betreibers und es kann sich dann durchaus lohnen, darüber nachzudenken.

Dank der Möglichkeit mit dem Solar, kann man bei dieser Methode, sogar zweimal von der Sonne profitieren. Einmal durch die Sonneneinstrahlung für die Pflanzen und das andere mal zur Energiegewinnung durch die Solarpaneele, welches auf langer Sicht ja auch Ihren Pflanzen und natürlich auch Ihrem Geldbeutel zugutekommt.

Fazit:

Das Thema Klima im Gewächshaus ist ein Riesenthema und ich habe hier sicherlich nur ein paar Dinge angesprochen, welche aber durchaus als wichtigste angesehen werden können. Meine Meinungen zu den Heizungen kennen Sie auch und auch das es Nachteilig werden kann, wenn man nicht ordentlich lüftet.

OK, es gibt noch weitere Themen, welche im Zusammenhang des Klimas in Verbindung gebracht werden können. So sind einige Gewächshausformen im Winter besser als andere, aufgrund der Beschaffenheit.
Dazu werde ich sicherlich zu einem späteren Zeitpunkt einen Beitrag schreiben, aber für das erste sollte dieser Beitrag reichen.

In diesem Sinne, auf das gute Klima eines Gewächshauses

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